Der Arbeitskreis Rettungsmittel RLP (AKRMRLP) definiert Standards für die einheitliche Ausstattung der Rettungsmittel im Rettungsdienst Rheinland-Pfalz.

Die Standards können im Downloadbereich heruntergeladen werden: Arbeitskreis Rettungsmittel RLP

Das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur (ISIM) hat als oberste Rettungsdienstbehörde den Arbeitskreis Rettungsmittel Rheinland-Pfalz (AKRMRLP), hervorgegangen aus dem Arbeitskreis Rettungswagen Rheinland-Pfalz, unter der Leitung eines Ärztlichen Leiters Rettungsdienst (ÄLRD)  eingesetzt.

Mitglieder des AKRM Land sind die mit dem Rettungsdienst beauftragten Leistungserbringer. Dies sind  die Sanitätsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-hilfe (JUH),  Malteser Hilfsdienst (MHD) und Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), sowie die Berufsfeuerwehr Trier und das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Weiter zählen zum Arbeitskreis die ÄLRD, das ISIM als oberste Rettungsdienstbehörde des Landes, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und das Deutsche Institut für Notfallmedizin und Informationstechnologie (DENIT).

Die Arbeitskreismitglieder stellen die fachliche Kompetenz ihrer Entsendestellen/ Organisationen dar.  Sie sind von ihren Entsendestellen autorisiert und vertreten diese im Auftrag mit einem eigenen Entscheidungsrahmen. Jedes Mitglied spiegelt den jeweiligen Beratungs- und/ oder Beschlussstand des Arbeitskreises in die eigene Organisation und auch zurück.

Landeseinheitlichkeit von Rettungsmitteln bietet positive Synergien. Der im AKRM Land aktuell beschlossene Standard ist im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung der Hilfsorganisationen (HiOrg) bindend. Organisationseigene Abweichungen dürfen das beschlossene Grundkonzept des Rettungsmittels nicht in Frage stellen.

Arbeitsgrundlage für den Arbeitskreis Rettungsmittel RLP ist hauptsächlich § 21 (3) RettDG:

“Krankenkraftwagen (KTW, NKTW, RTW und NEF) müssen in Ihrer Ausstattung, Ausrüstung und Wartung den allgemein anerkannten Regeln der Technik und dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechen.“

Auch § 10 „Qualitätsmanagement“  durch die ÄLRD gilt als Grundlage.

Zusätzlich wirken aus dem Landesrettungsdienstplan C. IV Rettungsmittel, F Finanzierung  („Rationalisierungs- und Synergieeffekte),sowie G.III Zusammenarbeit.

Basis der Umsetzung von § 21 (3) RettDG durch den AK ist die jeweilige DIN/ EN Norm. DIN/EN Normen bilden den Maßstab für einwandfreies technisches Verhalten. DIN/EN Normen werden verbindlich durch Bezugnahme in einem Vertrag (hier Übertragungsvertrag mit Bezug auf Landesrettungsdienstplan).
Im LRettDpl. (C.IV. 1.1. ff) wird ebenfalls auf die DIN/EN Norm Bezug genommen.
Da DIN Normen nicht jährlich aktualisiert werden, kann es vorkommen, dass sie nicht immer den aktuellsten Stand von Wissenschaft und Technik widerspiegeln. In diesem ausschließlich durch den AKRM Land zu begründenden Einzelfall kann es erforderlich werden über die geltende DIN/ EN Norm hinauszugehen.

Eine ggfs. Unter-DIN- Ausstattung muss vom AKRM ebenfalls beschlossen und anschließend wegen der Gesetzesrelevanz vom ISIM genehmigt werden. Eine Unter-DIN-Ausstattung mit negativer Auswirkung auf die medizinische Versorgungssicherheit eines Patienten oder eines Rettungsdienstmitarbeiters darf es aus Haftungsgründen nicht geben.

Besonderheiten in der Konzeptumsetzung werden für jeden Rettungsfahrzeugtyp als Anlagen beigefügt.

Alle Beschlüsse des Arbeitskreises Rettungsmittel eines laufenden Jahres müssen spätestens bis zum Stichtag 30.09. vorliegen. Beschlüsse, die keine Beratung mit den Kostenträgern (KT) erfordern, werden durch die Leistungserbringer zum  Stichtag 1.1. des Folgejahres umgesetzt.

Das wirtschaftliche Risiko liegt bei den Leistungserbringern. Beschlüsse des AKRM, die eine relevante Kostensteigerung bei der Fahrzeugbeschaffung zu Folge haben,  werden  in einer Abstimmungssitzung  von ÄLRD-ISIM- Leistungserbringern und Kostenträgern zum 30.November eines Jahres vorgestellt und ergebnisorientiert erörtert.

Mit den KT wegen Kostenrelevanz verhandlungspflichtige Beschlüsse  werden von den HiOrg in die Verhandlungen mit den Kostenträgern im März/ April des Folgejahres eingebracht. Nach Genehmigung durch die KT sind die Beschlüsse umgehend umzusetzen.

Bei zeitkritischen Beschlüssen (Sicherheitsrelevanz, Relevante Änderung von Fachvorgaben) wird ein gesonderter Einführungsstichtag durch den AK festgelegt.